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So macht Laufen einfach keinen Spass! Meine Schmerzen am linken Oberschenkel wollen und wollen nicht enden. Bei jedem Schritt beziehungsweise jedem zweiten Schritt, dann wenn der linke Fuss Bodenkontakt hat, muss ich auf die Zähne beissen.

Deshalb waren die 17 Kilometer rund um den Flughafen eine physische und psychische Herausforderung. Unterwegs war ich ein paar Mal nahe dran um auszusteigen. Ich entschied mich jedoch immer für das Weiterlaufen ohne den Grund zu wissen. Irgendwann bist du an einem Punkt, wo man es einfach durchzieht. Noch 3 Kilometer. Noch 2. Nur noch 1. Im Ziel war ich glücklich über meinen erneuten Altersklassensieg. Genau diese Position an der Spitze des Feldes hielt mich vermutlich überhaupt im Rennen.

Dennoch muss ich mir ernsthaft überlegen, ob dies zukünftig der richtige Weg ist. Meine Verletzungs-/Leidenszeit wurde dadurch natürlich nicht verkürzt. Eher das Gegenteil ist der Fall. Man(n) wird hoffentlich gescheiter.

Rangliste

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Es gibt sie doch. Die Wunder! Meine Chance auf einen Start am 36. Zumiker Lauf waren gleich Null.

Seit dem Sonntag 28. April 2019, seit dem Aargauer Volkslauf, war bzw. ist der Wurm. Eine Zerrung oder Entzündung am linken hinteren Oberschenkel beeinträchtigte meine Trainingseinheiten merklich. Zudem hatte ich zwischendurch noch einen Hexenschuss und eine Grippe zu erleiden. Frustration machte sich breit. Die Letzteren konnte ich mittlerweile wieder los werden, aber der Oberschenkel streikt noch immer. Vor allem bei schnellem Tempo fängt der Körper zu rebellieren resp. zu blockieren. Ich musste diverse Intervalltrainings abbrechen und machte vermehrt Alternativsportarten wie Indoor Cycling oder Krafttraining.

Nicht sehr motiviert, nahm ich den Weg nach Zumikon auf mich. Beim Einlaufen machte sich der «kranke» Oberschenkel bemerkbar. Auf Steigerungsläufe verzichte ich gänzlich. Meine Stimmung war am Boden. So stand ich also an der Startlinie und war mir ziemlich sicher, dass ich nach 1000 Meter wohl aussteigen musste. Für einmal war auch mein Optimus weg.

Päng! Um 15:00 Uhr ging es los. Ich begann sehr vorsichtig. Mein Ziel war das Ziel und nebenbei möglichst viele Punkte für die ZüriLaufCup-Wertung zu sammeln. Ein Jahresziel von mir ist dieser Cup und im Moment sieht es für mich sehr gut aus.

Ich weiss nicht, ob es an der Startnummer lag, aber ich spürte anfänglich mein Oberschenkel kaum. Auf den ersten 2 Kilometer fühlte ich mich darum sehr wohl. Ich versuchte in der Folge einen guten Rhythmus zu laufen ohne ein Risiko einzugehen. Auch rangmässig war ich überraschender Weise bei den Leuten. In meiner Altersklasse führte ich bereits. Die Strecke ist anspruchsvoll. Stetiges auf und ab. Nach 5 Kilometer glaubte ich erstmals an einen Zieleinlauf. Meine aktuelle Form ist nicht mehr so gut wie auch schon. Trotzdem konnte ich meine Position bis ins Ziel verteidigen. So errang ich wiederum einen Kategoriensieg, was ich wirklich nicht für möglich gehalten hatte. Für mich war es «Das Wunder von Zumikon».

Resultate

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Die Idee des Wings for Life World Run ist es, eine Heilung für Querschnittslähmung zu finden. Für die Rückenmarkforschung braucht es Geld. Viel Geld! Darum geht das Startgeld 100% an deren Stiftung. Man läuft also für alle, welche nicht laufenkönnen.

Leider war ein Start meinerseits in Zug nicht möglich. Erstens hatte ich mich am letzten Sonntag beim Wettkampf in Aarau eine Verletzung zugezogen. Was sich am Anfang «nur» als Krampf anfühlte, entpuppte sich als Zerrung. Zweitens löste ich am Montag durch falsche respektive unübliche Bewegungen einen Hexenschuss aus. In den folgenden Tagen musste ich eine Menge Medikamente schlucken. Und zu guter Letzt bekam ich noch am Freitag Halsschmerzen, was ganz schlechte Vorzeichen waren.

Ich hatte mich sehr gefreut auf das Rennen, weil für eine gute Sache und der Rennmodus speziell ist (Catch the car). Des Weiteren war geplant, dass ich für Petra als «Pacemaker» fungiere und sie damit möglichst weit treiben sollte. Auch ohne mich lief sie hervorragend und kam 35,14 Kilometer weit. Dies bedeutete Rang 2 in der Altersklasse F45! Wohlverstanden weltweit!

Der 3. Mai 2020 ist bereits rot im Kalender markiert. Dann findet wiederum der Spendenlauf statt und dann hoffentlich mit mir an der Startlinie.