• 2:28:37

    Mein Schnellster! Beim Berlin Marathon im Jahre 2008 lief ich meine Bestzeit.

  • "Horu"

    Mein Schönster! Der Zermatt Marathon, vor allem das Matterhorn, zog mich immer wieder in seinen Bann.

  • 50'000

    Mein Grösster! 50'000 Marathonis starteten 2014 in der französisichen Hauptstadt.

  • Brrr...

    Mein Kältester! Es war im April 2006 beim "Zürcher" bei Wind, Kälte und Nässe.

  • Held

    Mein Erster! Meine Marathonkarriere begann in Winterthur am 28. Mai 2000 auf sehr schmerzhafte Weise, da völlig untrainiert.

  • Pacemaker

    Mein Letzter! Am 23. Oktober 2016 absolvierte ich den Dresden Marathon.

Letztmals lief ich den GP Fricktal im Jahre 2002, also vor 15 Jahren! Man(n) wird alt. Trotz der langen Abwesenheit hatte ich die Strecke noch in guter Erinnerung. Dannzumal gelang mir vielleicht der beste Wettkampf meiner Karriere. Die 10 Meilen (16,096 Kilometer) spulte ich in 52:36 ab, was einen 3:16er-Schnitt bedeutete! Diese Top-Zeit reichte damals nicht einmal für das Podest. frown

Meine Ambitionen sind ungebrochen, jedoch sind die Laufzeiten (auch altersbedingt) heute langsamer geworden. Ich „wünschte“ mir eine Zeit unter 60 Minuten.

Obwohl es leicht regnete, waren die äusseren Bedingungen heuer optimal (Temperatur). Einzig der Wind störte etwas. Nach dem Startschuss zog sich das Feld schnell in die Länge. Ich suchte meine Position im Teilnehmerfeld. Diese Anfangsphase ist immer wieder sehr spannend. Einerseits sollte man ja nicht zu schnell starten, andererseits sollte man auch nicht zu viel Zeit „verschenken“. Eine Gradwanderung.

Ich hängte mich zunächst an die Fersen einiger Läufer, wagte jedoch kurz darauf den Schritt nach vorne. Ich musste kurzzeitig das Tempo forcieren, um zu einer 2er-Gruppe aufzuschliessen. Diese 10, 15 Meter kosteten mich einige Körner. Zu viel riskiert? Die folgenden Kilometer sollten es zeigen. Nach rund 4 Kilometer wurde aus der 3er-Gruppe eine 2er. Einer musste etwas abreisen lassen. Kurze Zeit später war ich, was mich sehr überraschte, dann auf mich alleine gestellt. Mein „Gspändli“ konnte das Tempo ab Kilometer 6 nicht mehr halten und musste mich ziehen lassen. Er machte mir noch wenige Meter zuvor einen sehr starken Eindruck.

In der Folge lief ich alleine, was mental nicht einfach war. Nach vorne war der Abstand schon recht gross und nach hinten…? Keine Ahnung! Aus dem einfachen Grund: Ich schaute nie nach hinten. Ich bin ein Typ, der unterwegs selten zurückblickt. In Ziel nähe ist dies natürlich etwas anderes.

Ich versuchte, das Tempo aufrechtzuhalten, ohne jedoch zu „überhitzen“. Ich spürte, dass ich etwas langsamer wurde. Gewisse Streckenabschnitte kamen mir sehr bekannt vor, als wäre der letzte Lauf erst gestern gewesen. Andere wiederum waren mir nicht mehr präsent. Bei Kilometer 12 preschte ein Läufer an mir vorbei. Ich hörte (!) ihn bereits seit einiger Zeit hinter mir. Taktisch machte er es sehr geschickt. Er lief sehr zügig an mir vorbei, darum konnte ich ihm nicht folgen. Mir fehlte es auch der Mut. Immerhin waren noch 4 Kilometer zu laufen. Ich rannte meinen eigenen Rhythmus und konzentrierte mich auf meinen Laufstil. „Schön locker bleiben!“

Der Abstand zum „Überholer“ wurde nicht grösser. Ein gutes Zeichen. Im Ziel waren es schlussendlich 10 Sekunden Rückstand. Ich überquerte die Ziellinie nach 59:26. Diese Zeit reichte in der Männerkategorie M40 für Platz 2. Mit diesem Resultat war ich sehr zufrieden. Ich habe das Gefühl, dass ich gegenüber dem Kerzerslauf Mitte März kleine, aber stetige Fortschritte mache. So darf es weiter gehen! smile

Es war das erwartet, harte Rennen. Der GP der Stadt Dübendorf führte über flache 10 Kilometer. Diese Distanz ist weder kurz noch lang, also so ein Mittelding.

Bei idealen Bedingungen – etwas Wind hat es immer – ging es um 14:15 Uhr los. Die Meute ging ab wie die Post. Ich mittendrin. Den ersten Kilometer spulte ich in einem 3:28er-Schnitt ab. Ufff! Auch die folgenden Kilometerabschnitte rannte ich weiterhin zügig (3:30, 3:32, 3:33, 3:34, 3:36). Ich machte ständig Boden respektive Ränge gut. Nach rund 7 Kilometer spürte ich die Anstrengungen. Meine Beine fühlten sich sehr schwer an. Ich konzentrierte mich auf den Laufstil und versuchte locker zu bleiben. Es half nichts. Jetzt musste ich extrem beissen! Nach der Miniminiminikrise folgte der Endspurt. Der letzte Kilometer war dann wieder ganz flott (3:32).

Ich wünschte mir vor dem Wettkampf eine Zeit unter 37 Minuten. Am Ende wurde es eine 36:43. Soll zu 100% erfüllt. Mit dem Lauf war ich sehr zufrieden. Ich lief ein kluges, kontantes Rennen (3:28er – 3:44er-Schnitt).

Nun werde ich in den nächsten Wochen den Fokus vermehrt auf die Ausdauer setzen sprich Kilometer fressen. Zudem muss zwingend das Gewicht runter, wenn ich weitere Fortschritte machen möchte.

Der Kerzerslauf fand bereits zum 39. Mal statt, für mich war es jedoch die Premiere. Das Rennen gehört in der Schweiz zu den absoluten Frühjahrsklassikern. Darum war auch heuer das Teilnehmerfeld gross (4‘900) und sehr stark besetzt (Kenianer und Top CH-Läufer).

Es war mein erster Wettkampf nach rund 5 Monaten „Pause“. Deshalb war meine Erwartungshaltung eher gering. Dennoch, wie immer, wenn ich an Wettkämpfen teilnehme, setzte ich mir einige Ziele. Einen Rang in den Top 100 und eine Zeit unter 58 Minuten sollte am Schluss herausschauen. Meine Form lässt noch zu wünschen, aber diese Vorgaben traute ich mir zu.

Die unmittelbare Vorbereitung verlief nicht optimal. Seit Mittwoch plagen mich starke Nackenschmerzen, welche auch Kopfschmerzen auslösten. Des Weiteren war die Anfahrt am Wettkampftag mit dem Auto anstrengend und nervenaufreibend. Wegen diversen Staus kam ich erst (zu) knapp vor dem Start in Kerzers an. Dadurch musste ich die Einlaufprozedur stark verkürzen.

Nichtdestotrotz freute ich mich auf den Startschuss. Auch das miese Wetter (nass und windig) konnte meine Vorfreude nicht drüben. Um 12:31 Uhr wurde ich mit einem lauten Knall auf die 15 Kilometer lange Reise geschickt. Von 0 auf 100. Die Wohlfühl-Komfortzone war abrupt beendet. Der ungewohnte, hohe Rhythmus bescherte mir gleich zu Beginn grosse Mühe. Die Atmung, die Beine…der Motor lief im roten Bereich respektive leicht darunter. Langsam aber sicher fand ich mich im Läuferfeld zu Recht. Die Anfangshektik legte sich allmählich. Die Strecke war sehr abwechslungsreich. Ein stetiges Auf und Ab, links und rechts. Nach zirka 7 Kilometer erreichte ich die Aare. Es folgte ein Wegstück, wo das Tempo nicht mehr so hoch war. Ich konnte mich in dieser Phase erstmals etwas vom „Stress“ erholen. Nach weiteren 2,5 Kilometern folgte berühmtberüchtigte Ramsey-Hill. Ein knackiger, kurzer Aufstieg, der es in sich hatte. Ich fühle mich gut und drückte die „Wand“ hoch. Oben angekommen, brennten meine Beine und ich schnappte heftig nach Luft. Hatte ich mich übertan? Nee! Ich hängte mich an die Fersen eines Konkurrenten und konnte dadurch etwas Körner sparen. Auf den letzten 3 – 4 Kilometer wurde das Tempo wieder schärfer. Ich zog mit respektive 2500 Meter vor dem Ziel preschte ich selbst in die Offensive. Ich liess es laufen und konnte noch einige Ränge gut machen. Nach 56 Minuten und 37 Sekunden erlöste mich das Zielbanner von dem Leiden. Das Rennen war sehr hart, weil auch (wieder) ungewohnt. Trotz der grossen Strapazen und dem schlechten Wetter war ich ein glücklicher Läufer. Einer unter vielen. smile

Meine Ziele erreichte ich zu 100%. Die Zeit lag deutlich unter meiner Vorgabe und auch rangmässig konnte ich reüssieren, wenn auch sehr, sehr, sehr knapp. Ich klassierte mich genau auf den 100. Rang. Die nächsten Wettkämpfe sind bereits geplant und ich bin mir sicher, dass es von Mal zu Mal etwas besser gehen wird.

Unlängst war es noch Zappen düster. Nun scheint es doch etwas heller geworden sein. In der Sonne stehe ich noch nicht, aber dies war mir im Vorhinein klar. Es braucht alles seine Zeit.

Trotzdem! Die letzten Wochen verliefen mehr oder weniger planmässig ab und ich bin mit dem Geleisteten zufrieden.

Im Januar lief ich vor allem im Grundlagenbereich und absolvierte bewusst keinerlei schnelle Einheiten. Nebst dem Lauftraining begab ich mich Zuhause immer wieder auf den Ergometer oder besuchte ein Fitnesscenter um Kraft zu tanken. Dies werde ich auch weiterhin so handhaben. Das Krafttraining möchte ich zukünftig regelmässiger sprich 2 Mal wöchentlich machen und fix in mein Wochenprogramm aufnehmen. Das Radfahren, neuerdings auf einer Rolle, werde ich nach Lust und Laune ausführen.

Seit Februar laufe ich wöchentlich auch wieder härtere sprich schnellere Einheiten. Die Intervalle, meist auf dem Laufband, sind noch nicht so toll, aber ich muss mich erst wieder an die Belastungen herantasten. Eine Verletzung gilt es unbedingt zu vermeiden. Doch es tut schon weh, wenn man weiss, was man einmal im Stande zu leisten war. Das Alter trägt sicherlich zur Trägheit bei, aber ich habe noch andere Optionen, welche ich beeinflussen kann.

Einerseits ist da das Gewicht. Bisher schaute ich nicht gross auf meine Ernährung, was sich leider auch im Spiegel wiederspiegelt. Hier werde ich ab März den Hebel ansetzen. Noch sind 6 (!) Kilogramm zu viel auf den Rippen. Ob ich diese jemals wieder los werde…hoffentlich! Andererseits werde ich fleissig weitertrainieren, sei es an Geschwindigkeit, Ausdauer oder Kraft. Und schliesslich habe ich noch viel Luft nach oben, wenn es um das Thema Dehnen geht. Sehr viel Luft sogar! Ich dehne mich eigentlich nie.

Es gibt noch viel zu tun. Der erste Wettkampf findet ja schon bald statt -> 18. März 2017.

Das Wettkampfprogramm für 2017 steht! smile

Mein Höhepunkt des Jahres wird der Frankfurt Marathon im Herbst sein.

Aber auch andere interessante Wettkämpfe habe ich in meine Planung aufgenommen. Zum Beispiel der im Freiburgischen stattfindende Kerzerslauf, welcher ich noch nie absolvierte und zu den absoluten Frühjahrsklassikern gehört. Weitere Grossanlässe werden GP Bern und der Murtenlauf sein. Dazwischen habe ich vor zwei Bergmarathons zu laufen, mit dem Zermatt Marathon ist einer mit dabei, welcher zu meinen Lieblingsläufe zählt.

Insgesamt stehen 18 Rennen auf meiner Wunschliste.

Um die Saison gut und erfolgreich zu bestreiten, reicht natürlich eine Wettkampfplanung nicht aus. Viele Trainingseinheiten stehen jetzt an. Der Einstieg in den Trainingsalltag ist mir noch nicht 100 % geglückt, aber ich arbeite daran. wink

Es gibt an allen Fronten sehr viel zu tun. Mein Wettkampfgewicht ist noch in weiter Ferne. In den nächsten Wochen und Monate gilt es eine gute Basis zu schaffen. Kontinuierlich werde ich versuchen die überflüssigen 9 Kilogramm „weg zu trainieren“. Voraussetzung für ein erfolgreiches Gelingen ist Konstanz sprich verletzungsfrei zu bleiben.