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Nun hatte es doch noch funktioniert, ein gemeinsamer Trainingslauf im Rheintal mit Ralf, die Berggeiss schlechthin. Einige imposante Zahlen zu seiner Person: Seit über 1000 Tagen läuft er täglich mindestens 4,5 Kilometer. Heuer hatte er bereits über 5200 Kilometer auf seinem Tacho mit über 165'000 (!) Höhenmeter. Nur logisch, dass seine Routenwahl in seiner Heimat mit vielen Höhenmeter gespickt war.

Nach dem Start im Sankt-Gallischen Buchs ging es zunächst flach Richtung Schloss Werdenberg, danach wellig weiter Richtung Grabs. Nach rund 6 Kilometer stand der erste, steile Anstieg an, die «Chuägass». Nach dem Regen der letzten Tage war der Weg matschig und glitschig geworden, was die Sache nicht vereinfachte. Nach rund 12 Kilometer erreichten wir den Voralpsee, welcher wunderschön in der Bergwelt eingebettet ist. Leider hatte mittlerweile der Regen eingesetzt, weshalb wir die Gipfel rundherum nicht zu Gesicht bekamen. Nach der Seeumrundung ging es nach einem kurzen, knackigen Aufstieg einige Zeit lang bergab. Zeit zum Erholen. Nach einer Traversierung standen wir vor dem Schlussaufstieg des Gamperney Berglaufes. Eine Wand! Ralf tippelte der Berg hoch, unsereins musste ins Gehen wechseln. Die Luft meinerseits war draussen. Über Valspuus kamen wir nach 2,5 Stunden mit 1'600 Höhenmeter beim Berghaus Malbun (Malbun auf Buchser Seite) an. Per Privattaxi – vielen Dank Frau Birchmeier – ging es zurück ins Tal zum Ausgangsort. Es war eine sehr schöne Laufrunde. Danke Ralf! Ich werde mich revanchieren. wink

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Öfters was Neues! Die letzten Tage verbrachten wir im verschneiten Valbella, wo wir uns im Hotel «Valbella Resort» einquartiert hatten. Der Grund unseres Aufenthaltes war nicht etwa «tschillen», sondern ein Pilates-Weekend. Pilates? Pilates!

Unsereins tat es der Liebe wegen, so nach dem Motto: «Wenn es der Frau gut geht, dann geht es dem Mann auch gut.» Ich muss gestehen, dass ich vorher wenig bis gar keine Kenntnisse von dieser Trainingsform hatte. Eines war mir jedoch klar, dass ich gefordert (oder gefördert? wink) werden sollte. Einerseits waren von den 27 Teilnehmer 25 weiblich cool und zweitens war meine Beweglichkeit respektive Unbeweglichkeit sehr hinderlich. frown

Das Fazit des Wochenendes. Ich gab und hatte Mühe. Mein Körper liess sich (noch) nicht wie gewünscht verformen. Dennoch bekam ich einen interessanten Einblick ins Pilates. Grundsätzlich eine gute Sache, auch für Läufer. Die Beweglichkeit und «die Mitte» wird mit dieser Trainingsmethode sehr gut trainiert, was sich positiv auf das Laufen auswirken wird. Wann meine nächste Lektion stattfinden wird, dass steht noch in den Sternen. laughing

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Diese Woche stand ganz im Zeichen von «Trail Vallée de Joux». Ein Lauf über 51 Kilometer, gespickt mit +/- 2’365 Höhenmeter. Unser, Petra und ich, zweiter und (wohl) letzter Wettkampf des Jahres 2020.

Wir reisten einen Tag vor dem Renntag an, weil der Start bereits auf 06:30 Uhr angesetzt war. Tagwach war um 04:00 Uhr. Nach dem Frühstück (Porridge) auf dem Hotelzimmer blieb uns noch etwas Zeit für die letzten Rennvorbereitungen, bevor es um 05:30 Uhr per Shuttlebus zum Startgelände ging. Eine Kaltfront kam just auf dieses Wochenende in die Schweiz. Die Temperaturen waren um den Gefrierpunkt und auf dem Kulminationspunkt, dem Mont Tendre 1’678 Meter über Meer, waren Minusgrade vorausgesagt. Dementsprechend hatten wir uns eingekleidet. Beide liefen in Lang-Lang zusätzlich mit Handschuhen und Mütze. Dies war eine kluge Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Zum Glück blieb während des Rennens der Regen aus.

Nach dem Startschuss in L’Abbaye führte die Strecke zuerst dem Lac de Joux entlang, die Einlaufphase. Danach folgte der erste, aber noch moderater Aufstieg auf den Col du Mont d’Orzeires. Oben angelangt, ging es sogleich wieder runter. Fortan war es ein ständiges Auf und Ab. Auf dem zweiten Aufstieg zum Dent de Vaulion konnte man die Stirnlampe verstauen, da die Dunkelheit dem Tageslicht wich. Bei Kilometer 18 kam die erste von drei Verpflegungsstationen (Kilometer 18, 30 und 39). Im Nachhinein war das Mitführen von Kohlenhydrate-Gels nicht optimal gewählt. Durch die Kälte waren diese sehr zähflüssig geworden und man konnte diese kaum einnehmen. Nach einem weiteren Gipfel um Kilometer 30 herum, kam eine längere Downhill-Passage. Knapp 700 Höhenmeter wurden dabei in rund 4 Kilometer vernichten, was die Oberschenkel «erglühen» liess. Man muss sich das Vorstellen wie bei einem Auto, welches einen Pass hinunterfährt. Durch das ständige Bremsen werden die Bremsscheiben glühend heiss. Nun stand noch ein letzter, grosser Aufstieg zum Mont Tendre an. Auf 6 Kilometer durften 900 Höhenmeter bewältig werden. Mittlerweile bekamen wir sogar die Sonne zu Gesicht. Die Aussicht auf dem Gipfel war fantastisch und die Mühe war es wert. Genuss pur! Leider blieb keine Zeit zum Geniessen, weil erstens die Uhr weiterlief und zweitens die kalten Temperaturen nicht sehr anmächelig waren. Das Ziel war in Le Sentier. Mehrheitlich ging es nun bergab. 3 fiese, kleine Gegensteigungen ab Kilometer 46 liessen die Beine nochmals aufschreien. Doch auch diese meisterten wir mit einem Lächeln im Gesicht. So überquerten wir zwar müde, aber zufrieden die Ziellinie. Bei mir resultierte eine Zeit von 5:52 und Rang 2 in der Kategorie. Petra beendete das Rennen in 6:32, was für den ersten Platz in ihrer Kategorie reichte.

Den Lauf kann ich allen Trail-Fans wärmsten empfehlen. Landschaftlich sehr schön! Gut möglich, dass wir wiederkommen. laughing

Rangliste

Fotos