• 2:28:37

    Mein Schnellster! Beim Berlin Marathon im Jahre 2008 lief ich meine Bestzeit.

  • "Horu"

    Mein Schönster! Der Zermatt Marathon, vor allem das Matterhorn, zog mich immer wieder in seinen Bann.

  • 50'000

    Mein Grösster! 50'000 Marathonis starteten 2014 in der französisichen Hauptstadt.

  • Brrr...

    Mein Kältester! Es war im April 2006 beim "Zürcher" bei Wind, Kälte und Nässe.

  • Held

    Mein Erster! Meine Marathonkarriere begann in Winterthur am 28. Mai 2000 auf sehr schmerzhafte Weise, da völlig untrainiert.

  • Wiedergutmachung

    Mein Letzter! Am 1. Juli 2017 absolvierte ich den Zermatt Marathon.

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Mein letzter Besuch in Zermatt als Läufer war schon ein Weilchen her (2011). Die Freude aus das Wiedersehen war deshalb gross. Meine vierte Teilnahme am Zermatt Marathon stand an diesem Wochenende auf dem Programm.

Die Anreise erfolgte bereits freitags per Bahn. Die Zugverbindung von Winterthur nach Zermatt war perfekt. Nur einmal, in Visp, musste unsereins umsteigen. Als Unterkunft buchte ich die gleiche Wohnung wie anno dazumal. Sehr grosszügig, zentral und doch an ruhiger Stelle gelegen. Die Wetterprognosen für den Renntag zeigten sich läuferfreundlich. Nicht zu heiss und trocken.

Um 08:30 Uhr ertönte der Startschuss in St. Niklaus. Vor mir lagen 42,2 Kilometer mit 1944 Steigungsmeter und 444 Meter Gefälle. Bis nach Zermatt ging es weitgehend dem Vispaufer entlang. Ich lief sehr verhalten los, mit dem Wissen, dass es erst ab Zermatt so richtig zur Sache ging. Den Halbmarathon, eingangs Zermatt, passierte ich mit 1:35. Damit lag ich voll im Soll. Mein Ziel war es das Rennen unter 4 Stunden zu beenden. Ein Vorhaben, dass mir beim LGT Alpin Marathon 3 Wochen zuvor misslang (Sturz). Nach einer Schlaufe in Zermatt begann der lange Aufstieg durch Arvenwälder und Almwiesen zur Sunnegga. Dieses Teilstück gelang mir gut. Ich konnte einige Plätze gut machen. Die Übersicht zu wahren war jedoch schwierig, da viele verschiedene Kategorien unterwegs waren. Nebst dem Marathon waren auch die Wettbewerbe Ultra Marathon, Staffelmarathon und Halbmarathon im Gange. Es folgte ein flacherer Abschnitt, wo ich nicht wie gewünscht Tempo machen konnte. Im Hinterkopf herrschte eine gewisse Unsicherheit und somit war meine Risikobereitschaft tief. Auch hatte ich viel Respekt vor dem Schlussaufstieg von der Riffelalp auf den Riffelberg. 400 Höhenmeter galt es auf den letzten 3 Kilometer noch zu meistern. Auf der Alp angekommen, wusste ich, dass wenn als normal verläuft, ich die 4 Stundengrenze knacken werde. Der Einstieg in den Schlussaufstieg ist steil. Hier läuft praktisch niemand mehr. Alle marschieren so auch ich. Sobald es flacher wurde, versuchte ich wieder zu joggen. Meter um Meter näherte ich mich dem Ziel. Nach 3:49 überquerte ich glücklich die Ziellinie. 19. Gesamtrang. 4. Rang in der Kategorie. Trotz des knapp verpassten Podest Platzes war ich mit dem Rennen mehr als zufrieden. smile

Der Aussicht auf die wunderbare Landschaft danach war leider nicht so gut. "Horu" (Matterhorn) war für einmal nicht zu sehen. frown Vielleicht wird es im 2018 zu sehen sein. Dann werde ich wieder am Zermatt Marathon an der Startlinie sein.

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Ein Start beim Rennen „im Ländle“ war lange ungewiss. Ich hatte mir 8 Tage vor dem Wettkampf eine muskuläre Verletzung zugezogen und konnte darum kaum noch Laufeinheiten absolvieren. Stattdessen sass ich auf dem Bike oder Rennrad. Am Vorabend des Rennens musste ein Testlauf Klarheit schaffen über einen Start oder Absage. Das Training verlief schmerzfrei. Zumindest ein Start am LGT Alpin Marathon fasste ich nun ins Auge. Start: Bendern. Ziel: Malbun. Höhenmeter: 1870.

Der Wettkampftag zeigte sich von der sonnigen Seite. Das Wetter war perfekt. Meine Vorfreude auf das Rennen stieg, die Ungewissheit blieb. Hielt mein Körper der Belastung stand? Mein Ziel, eine Zeit unter 4 Stunden, welches ich mir vor einige Wochen setzte, war nicht mehr aktuell. Heuer galt es einfach durchzukommen.

Auf den ersten 10 flachen Kilometern von Bendern nach Vaduz hielt ich mich bewusst etwas zurück und lief im 4:30er-Tempo. Es war eine gute und kluge Entscheidung. Mein angeschlagener linker Oberschenkel signalisierte mir bis dahin absolut keine Schmerzen. Das Selbstbewusstsein stieg von Meter zu Meter.

Ab Vaduz begann dann der erste lange Aufstieg nach Silum. Distanz: 10km. Höhenmeter: ca. 1100. Diese Passage gelang mir vorzüglich, was mich doch etwas überraschte, denn ich hatte sehr wenige Bergtrainings in den Beinen. Es waren genau genommen deren 2! Ich konnte einige Läufer überholen und wurde selbst nie überholt.

Nach dem Gipfel, auf 1539 Meter über Meer, ging es 5 Kilometer lang nach Steg hinunter. In dieser Passage spürte ich ein wenig meine verletzte Körperstelle. Ich drosselte das Tempo, um auf keinen Fall einen Schmerz zu provozieren.

Als ich in Steg ankam, fühlte ich mich noch immer toll. Natürlich gingen die vergangenen 25 Kilometer nicht spurlos vorbei, aber es ging mir sehr gut. Der Weg führte ins Valorsch. Kein leichter Streckenabschnitt, da es ein stetiges Auf und Ab war und dies während ungefähr 7 Kilometer.

Die grösste Herausforderung stand noch an. Sassförkle, der Kulminationspunkt des Rennes. Im Aufstieg musste ich erstmals Gehpausen einlegen. Die Beine wurden schwerer und schwerer. Ich war froh, als ich diesen Punkt hinter mir hatte. Nur noch 8 Kilometer bis ins Ziel.

Beim Abstieg des Passes passierte mir das Malheur. Ich stürzte wegen Krämpfen in beiden Waden oder ich bekam die Krämpfe wegen des Sturzes. yell Ich wusste nicht mehr, was zuerst war. Es war auch egal. Ich lag mit schmerzverzehrtem Gesicht auf dem Boden. Die Krämpfe lösten sich nur langsam. Meine rechte Hüfte, rechter Ellbogen und auch der Rücken wiesen Schürfungen auf. Kurzzeitig stellte sich mir die Frage: Aufhören oder weiterlaufen? Ich entschied mich für das Zweite, aber es wurden sehr lange 7 Kilometer bis ins Ziel. Die meiste Zeit musste ich spazieren, da meine Waden immer in Krampf- statt Kampfbereitschaft waren.

Das Ziel in Malbun erreichte ich zwar verspätet (13:12 Uhr) – ich hatte um 13:00 Uhr mit meiner Frau abgemacht wink – und doch zufrieden und glücklich. Der 30. Marathon war Realität.

GranCanaria2017Der Winterthur Marathon ist mein Heimrennen! Hier will man(n) sich immer gut, nein, sehr gut präsentieren. Für einmal gelang mir kein gutes Rennen. frown

Ich lief nur 1 Runde, will heissen, dass ich über die Halbmarathondistanz startete. Das Wetter zeigte sich sommerlich. Die Temperaturen waren bereits beim Startschuss um 09:30 Uhr hoch. Ich kenne die Strecke natürlich aus dem Effeff. Einerseits nahm ich bereits einige Male am Wettkampf teil und andererseits trainiere ich auch öfters, zumindest auf Teilstrecken, in diesem Gebiet. Dies hat Vor-, aber auch Nachteile. Das Wissen, was auf einem zukommt, ist sicher hilfreich, wenn man sich gut fühlt. Anders sieht es aus, wenn man einen schlechten Tag hat, dann kann der Weg ins Ziel ewig dauern.

So schlimm war es heuer nicht, aber bereits nach 6, 7 Kilometern spürte ich: „Das ist nicht mein Tag!“ Die Beine waren locker, wohl zu locker. Mir fehlte es an Kraft und Spritzigkeit. Auch mental war ich überhaupt nicht auf der Höhe. Keine Kampfmentalität! Die Wärme trug auch nicht zur zwischenzeitlichen Erholung bei. So rannte ich mehr oder weniger in einem (sehr) schnellen Trainingstempo dem Ziel entgegen. Endzeit: 1:21:16. Overall: 12. Kategorie M40: 4.

Die Analyse des Rennens begann sogleich. Ich fand einige Punkte sprich „Ausreden“:

  • Die Strandferien vom 20. – 27. Mal auf Gran Canaria waren wohl zu sehr Erholung, auch wenn ich 4 Mal morgens etwas joggen war.
  • Die Ankunft des Rückfluges war zu spät (ca. 21:00 Uhr). Bis ich dann Einschlief war es Mitternacht.
  • Ich stellte mich im mentalen Bereich zu wenig auf das Rennen ein.

Kurz gesagt. Meine Beine und Gedanken waren wohl noch am Strand respektive im Liegestuhl. cool