• 2:28:37

    Mein Schnellster! Beim Berlin Marathon im Jahre 2008 lief ich meine Bestzeit.

  • "Horu"

    Mein Schönster! Der Zermatt Marathon, vor allem das Matterhorn, zog mich immer wieder in seinen Bann.

  • 50'000

    Mein Grösster! 50'000 Marathonis starteten 2014 in der französisichen Hauptstadt.

  • Brrr...

    Mein Kältester! Es war im April 2006 beim "Zürcher" bei Wind, Kälte und Nässe.

  • Held

    Mein Erster! Meine Marathonkarriere begann in Winterthur am 28. Mai 2000 auf sehr schmerzhafte Weise, da völlig untrainiert.

  • Eiger, Mönch und Jungfrau.

    Mein Letzter! Am 9. September 2017 absolvierte ich den Jungfrau Marathon.

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Bei der Jubiläumsausgabe des Jungfrau Marathons (25. Austragung) war ich zum zweiten Mal im Teilnehmerfeld zugegen. Meine erste und bisher einzige Teilnahme war 15 (!) Jahren zuvor im Jahre 2002. Es war dazumal die 10. Austragung. Als Besonderheit gab es damals 2 Marathontage sprich Samstag und Sonntag. Im Normalfall findet der Lauf auf die Kleine Scheidegg immer samstags statt.

Durch die lange Absenz kannte ich die Strecke nicht mehr im Detail. Zwar waren mir einzelne Teilstücke noch präsent, aber grundsätzlich war es ein Lauf ins Ungewisse. Mir war schon klar, dass es bis Lauterbrunnen eher flach war und es danach bergan ging, aber mir fehlten die Bilder im Kopf dazu.

So lief ich sehr kontrolliert und auf Sicherheit bedacht los. Meine Beine fühlten sich sehr gut an. Dass es schon beim Start leicht regnete, störte mich (noch) nicht. Die Kilometer vergingen wie im Flüge. Kurz vor Lauterbrunnen (Kilometer 25) bremste mich ein Pinkelstopp kurzzeitig. Nichts mit Sommerwetter. Britisches nasskalt windiges Wetter traf es schon eher. frown

Der erste happige Aufstieg von Lauterbrunnen nach Wengen (Kilometer 30) absolvierte ich flüssig. Das serpentinenmässige Laufen mag ich. Oben angekommen, fühlte ich noch immer gut. Nach Wengen kam eine Passage mit leichten Steigungen. Mit jedem gewonnenen Höhenmeter wurde es kälter. Ich konnte weitere Läufer überholen. Bis Wixi (Kilometer 38,5) lief es perfekt. Ich musste bis hierher nie eine Geh Pause einlegen, aber dann… …dann folgte das Terrain, welches mir einfach nicht behagt. Steinig und teilweise sehr steil. Viele (oder alle) Läufer müssen in diesem Abschnitt marschieren, aber ich kann es nicht. Ich verliere beim Gehen immer sehr viel Zeit und Ränge, so auch heute. Im Kopf hatte ich das Rennen abgehackt. Und ich war wütend. yell Wütend auf mich! Wieso verda… nochmal kann ich nicht schneller gehen? Die Kälte tat ihres dazu. Nach der Moräne (Kilometer 40,8) ging es nur noch bergab dem Ziel entgegen. Nach 3:46 überquerte ich die Ziellinie. Ausser dem Gehabschnitt war ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Die Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau blieb mir leider verwehrt. Mein nächstes Ziel war die warme Dusche. wink

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Irgendwie passte der Termin des Türlerseelaufes in den letzten 9 Jahren nie in meine Wettkampfagenda. Heuer schon.

Mit dem Zug ging es ins Säuliamt, nach Affoltern am Albis, dem Start- und Zielort des Laufes. Die Strecke war nach meinem Gusto. Der anfängliche Anstieg war sanft, aber stetig. Danach folgte eine flachere Passage inklusiv der Umrundung des Türlersees. Am Ende des Rennes wurden die erklommen Höhenmeter wieder vernichtet.

Der Start war bereits um 12:15 Uhr. Die Temperaturen waren sommerlich heiss. Eine Bruthitze!  Ich lief von Beginn weg ein beherztes Rennen, reihte mich sogleich in der zweiten Gruppe (Plätze 11 – 15) ein. «Meine» Gruppe hielt im Aufstieg zusammen, löste sich danach allmählich in Einzelteile auf. Ich war mittendrin statt nur dabei. Bald einmal lief ich solo, hatte jedoch noch Sichtkontakt zu meinen nächsten Vorderleuten. Die Mittagshitze war brutal. Am Ende der Seeumrundung formierte sich wieder ein 3er-Grüppchen. Zum Glück! Nach einer kurzen Erholungsphase im «Windschatten» der anderen fühlte ich mich wieder erstarkt. Ich übernahm auch wieder Führungsarbeiten und kurze Zeit danach konnten meine Kollegen mir nicht mehr folgen. Die restlichen 3 Kilometer bis ins Ziel lief ich dann wieder solo. Glücklich, aber sehr durstig «unterquerte» ich nach 53:27 Minuten das Zielbanner. Overall 12. Kategorie 2. Super, dass es wieder einmal für das Podest gereicht hat! smile

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Nach einer 2-wöchigen USA-Rundreise – 2'900 Kilometer per Auto – ging es sogleich in die Berge zu einem Marathon, dem 1. Glacier 3000 Marathon. Nicht zu irgendeinem Marathon. Nein! Der härteste Marathon der Schweiz im Jahre 2017 (+2726 m / -857 m) stand auf dem Programm. Eine spezielle Herausforderung – Überquerung eines Gletschers – und absolut keine Untertreibung, was die Härte betraf. Startort war Gstaad. Das Ziel auf Glacier 3000.

Meine Ambitionen hielten sich in Grenzen, – um meine Form stand es nach 2 Wochen Burger, Pommes-Frites und Donats nicht zum Besten – aber die Freude auf den Lauf war gross. Eine Zeit unter 5 Stunden setzte ich mir als Ziel.

Am Wettkampftag herrschte Kaiserwetter. Der Startschuss fiel um 08:30 Uhr. Nach wenigen Meter spürte ich bereits meinen lädierten linken Oberschenkel, welchen ich am Mittwoch davor zu sehr strapaziert hatte. Generell fühlte ich mich nicht sehr frisch. Da wusste ich bereits, dass es heute ein schweres Rennen werden sollte.

Man(n) kann in den ersten Minuten eines Rennens noch nicht wissen, ob es ein guter Tag wird, aber man fühlt es, wenn es umgekehrt ist.

In der Folge rannte ich sehr kontrolliert und dennoch etwas verkrampft. Die nötige Lockerheit fehlte. Ich liess es mir in der Folge nicht nehmen die schöne Landschaft zu geniessen. Diesen Teil der Schweiz kannte ich eigentlich noch gar nicht.

Nach dem «Einlaufen» – die ersten 7 Kilometer waren mehrheitlich flach – ging es zum ersten Aufstieg (Seeberg). Rund 700 Höhenmeter standen bevor. Die Steilheit war für unsereins angenehm. Ich flog mit 3 weiteren Konkurrenten den Berg hoch. Nach einer Umrundung des Bergsees (Arnesee) ging es wieder 700 Höhenmeter runter zum Ausgangsort (Feutersoey). Praktisch directissima! Solche Passagen sind absolut nicht mein Ding. Ich verlor den Anschluss an die Mitstreiter. Unten im Tal ging es weiter dem Bach (Rüeschbach) entlang. Mittlerweile waren auch die Teilnehmer des Glacier 3000 Run unterwegs. Auf den schmalen Pfaden musste man in einer 1er-Kolonne laufen und deshalb war es sehr schwierig und mühsam zum Überholen. So blieb mir etwas Zeit zum «Erholen». Rund 25 Kilometer hatte ich unterdessen hinter mir und ich war schon ziemlich gekennzeichnet. Meine Beine waren müde. Angesichts des bevorstehenden Streckenprofils waren dies keine rosigen Aussichten. Denn das bisherige war im Gegensatz dazu ein Klacks. Bei 31 Kilometer (Reusch) ging es dann los respektive hoch. Im ersten steileren Abschnitt begann ich bereits zu marschieren. Es waren nur noch 11 Kilometer bis in Ziel, aber gespickt mit höllischen 1600 Höhenmeter. Es wurden meinen längsten 11 Kilometer. Fortan nahm ich es Schritt für Schritt. Wenn es etwas flacher wurde, versuchte ich (manchmal) etwas zu joggen. Ich «genoss» das herrliche Wetter und die wunderschöne Bergwelt. Gleichzeitig verfluchte ich die extrem steile Strecke. 2 Kilometer vor dem Ziel rannte man noch auf dem Gletscher. Der Genussfaktor hielt sich in Grenzen. Einerseits bekam ich nasse und eiskalte Füsse und andererseits war ich ziemlich fertig. Die 5 Stundenmarke hatte ich unterdessen verpasst. Mit etwas Verspätung kam ich dann doch im Ziel an. Glücklich, aber müde. cool