27. Februar 2010
Um 11:15 Uhr trafen wir uns im Check-in 2 am Flughafen Kloten. Wir, das sind neben meiner Person noch Jwan, Thöme, Burki, Christoph, Mäse, Dani und Stephanka. Der Abflug mit der airberlin.com war erst um 13:35 Uhr vorgesehen. Die Wartezeit überbrückten wir bei einem letzten „Schnell-Essen“.
Der Flug dauerte etwas länger als geplant, weil uns ein heftiger Gegenwind von 180km/h entgegnete. Damit waren auch einige Turbulenzen verbunden. Um 18:05 Uhr resp. 17:05 Uhr Ortszeit landeten wir auf der Insel. Das Wetter war nicht so toll. Bewölkt und windig, aber trotzdem viel wärmer als in der Schweiz. Und kein Schnee!
Der Transfer zum Hotel ging zügig von statten, nach dem unsere Tri’s endlich ihre Velos hatten. Kurz Zimmer beziehen, welches ich mit Mäse teile, einpuffen und dann schnell in die Laufsachen hüpfen.
Wir planten noch eine Runde auf „den Vulkan“. Das ist Tradition! Einige Mitreisende sind bereits zum X-ten Mal hier und am ersten Tag wurde immer dieser Vulkan bestiegen.
Heute mussten wir auf diesen Traditionslauf aus Sicherheitsgründen verzichten. Der Grund: Die Dunkelheit. Durch den Gegenwind hinkten wir der Zeit etwas hinter her und plötzlich war es dunkel geworden. Während des Laufens entschieden wir, eine andere Route zu laufen. So liefen wir zum Dorf La Santa, woher der Club auch seinen Namen hat, und zurück via „Grosse Lagune“. Nach gut 34 Minuten war die erste Einheit geschafft. Übrigens liefen alle KK (=Kurzkurz).
Nach einer kurzen Dusche ging es in ein Restaurant im Dorf La Santa. Dort liessen wir den Tag ausklingen.
Ich freue mich auf den morgigen Tag. Um 09:00 Uhr steht ein Footing auf dem Programm. Dann wird „der Vulkan“ definitiv in Angriff genommen. Das genaue Wochenprogramm steht noch nicht. Ich werde es Tag für Tag nehmen. Einen Ruhetag werde ich jedoch keinen machen.
Übrigens gibt es auch Internet auf der Insel. 7 Tage = 50 €! Die spinnen ja die Spanier! Gute Nacht und bis morgen.
28. Februar 2010
Die Nacht war in Ordnung. Ich denke, dass wird zukünftig weiterhin so bleiben, weil die Trainingseinheiten nicht weniger werden und nicht weniger intensiv. Um ca. 08:00 Uhr war tagwach und ich ging vor dem morgendlichen Footing zuerst noch etwas einkaufen damit danach gefrühstückt werden kann.
Pünktlich um 09:00 Uhr ging es mit der ersten Trainingseinheit los. Mit von der Partie waren Mäse, Jwan, Christoph und Burki. Wie bereits gestern erwähnt, stand heute „der Vulkan“ auf dem Programm. Die Temperaturen waren perfekt. Obwohl der Wind blies, war es angenehm warm. Einige Wolken bedeckten den Himmel, was nicht weiter tragisch war. Bald einmal waren wir am Fusse des Vulkans angelangt, dann begann der kurze, aber happige Aufstieg. Auf der anderen Seite ging es gleich wieder runter. Der Weg war ziemlich anspruchsvoll weil gröllig. Da geschah es… ich rutschte einen Hang hinunter, konnte mich mit der Hand im letzten Moment noch abstützen. Glück gehabt! Die Hand schmerzte trotzdem. Ich biss auf die Zähne und wir rannten in Richtung Club zurück. Nach 55 Minuten war es vorbei. Ich muss gestehen, dass ich unter Footing etwas anderes verstehe. Das Wort Footing ist ab sofort gestrichen. Mit tuerli.ch gibt es kein gemütliches Laufen. Das sind jeweils kenianische Meisterschaften.
Nach einer Dusche gab es das verdiente Frühstück. Richtig romantisch… Sonne, Terrasse mit Blick auf das Meer. Leider fehlte die weibliche Begleitung in diesem Moment. Mäse dachte wohl dasselbe.
Danach zeigte Jwan uns den ganzen Club, wo was ist und so. Anschliessend besprachen wir Läufer, Jwan, Mäse und Christoph, das Wochenprogramm. Mehr oder weniger werden wir die ganze Woche zusammen trainieren. Ich, meinerseits, werde einige Minuten mehr laufen und auch über die Mittagszeit, abwechselnd, schwimmen oder ins Fitness Studio gehen.
Heute waren schwimmen angesagt. 2km im 50 Meter Becken spulte ich ab.
Nicht gerade in einer Rekordzeit, aber immerhin. Meine letzte Schwimmstunde war… keine Ahnung ist zu lange her.
Um 16:00 Uhr war die zweite Laufeinheit, eine Tour nach Sod, ein Dorf oberhalb dem Club La Santa, und noch ein bisschen weiter, ca. 90 Minuten. Wir liefen wiederum quer Feld ein auf eine Anhöhe, einen anderen Vulkan. Das machte sehr viel Spass! Nachdem wir noch die „Grosse Lagune“ um rundeten, waren wir die meisten am Ziel. Ich hängte nochmals eine Runde „Grosse Lagune“ an. Nach 100 Minuten war mein Arbeitstag auch zu Ende.
Vor dem Nachtessen verfolgten wir an der Bar noch den 50 Kilometer von Dario Cologna. Leider war es nicht den von uns gewünschte Ausgang. Das Essen im Restaurant Los Delphinos, wo wir bereits gestern waren und die ganze Woche Speisen werden, schmeckte wiederum sehr gut.
Für morgen ist ähnliches auf dem Sportprogramm. Morgens 60 Minuten laufen, am Mittag Krafttraining und abends 120 Minuten laufen. Wir werden sehen, wie ich mich aus der Affäre ziehen werde. Die anderen Läufer sind sicher stärker als ich, aber ich bin schliesslich auch der Älteste und darf darum etwas langsamer sein. Meiner Hand geht es solala. Ich habe eine schmerzhafte Prellung oder ähnliches. Ein grosser blauer Fleck sollte aber kein Problem für das Trainingslager darstellen.
Gute Nacht und bis morgen!
1. März 2010
Die Nacht war in Ordnung. Das schrieb ich bereits gestern, aber es entspricht nun einmal der Tatsache. Die Matratze ist aber sogar für mich etwas zu weich.
Um 09:00 Uhr ging es auf die erste Laufeinheit. Wir Singlathleten sprich Läufer liefen eine schöne Runde im hügeligen Gelände. Nach 62 Minuten waren wir wieder an unserem Stützpunkt angelangt. Die Vorfreude auf das verdiente Frühstück war gross. Ich hatte einen Riesenhunger!
Nach einer kurzen Siesta stand Krafttraining auf dem Programm. 45 Minuten Rumpf-, Bauch- , Rücken- und Oberkörpertraining. Man(n) muss schauen, dass das ganze Paket stimmt. Bald ist ja wieder Six-Pack Wetter.
Gleich anschliessend lief ich alleine „den Vulkan“ und wiederum gleich anschliessend ging es noch mit der Gruppe auf eine Bergintervall-Runde. 10 Hügelsprints à 1 Minute. Es war brutal. Brutal warm. Burtal hart. Meine Beine säuerten schon nach wenigen Wiederholungen mächtig. Auf dem Heimweg rollten wir nur noch. Auch die anderen spürten die Strapazen. Es war ein sehr gutes Training!
Im Zimmer angekommen, musste ich zuerst einmal meine Beine hoch lagern. Der heutige Tag hatte es in sich. Die Temperaturen setzten mir heute zu. Ich trank eindeutig zu wenig. Dies muss ich unbedingt verbessern. Auch sonst… 40 Kilometer zu Fuss und 45 Minuten im Kraftraum hinter lassen nun einmal Ermüdungserscheinungen.
Morgen wird es noch „schlimmer“. Um 07:45 Uhr starte ich zu einem Halbmarathon. Ein Wettkampf vom Club La Santa organisiert. Ich werde die Einheit aber als Training nehmen, will heissen, dass die Zeit nebensächlich sein wird. Über Mittag werde ich ca. 45 Minuten auf dem Hometrainer radeln und gegen Abend nochmals 120 Minuten laufen gehen.
2. März 2010
Ola! Die Nacht war… ihr wisst schon. Dafür riss mich frühmorgens ein ungewöhntes Geräusch aus dem Tiefschlaf. Ich bevorzuge das Schlafen bei offenem Fenster. Heute Morgen war es aber nicht der Wind, der ins Zimmer pfiff und mich weckte, sondern der Regen! Im ersten Moment wusste ich nicht, ob ich noch träumte oder es tatsächlich von oben herab goss. Der zweite Gedanke… meine Laufschuhe! Noch leicht verwirrt oder irritiert, brachte ich alle Schuhe, 6 Paar an der Zahl, ins Trockene. Mäse hat 4 Paar dabei und ich 2.
Guten Morgen! Der Tag fing ja gut. Und heute Morgen stand noch der Halbmarathon auf dem Programm. Die Lust darauf war nicht gerade auf dem Siedepunkt. Das Wetter schien sich aber zu beruhigen, zumindest was die Feuchtigkeit sprich Regen betraf.
Pünktlich um 08:00 Uhr, also mit der üblichen 15 Minuten Verspätung, startete das Rennen. Das Teilnehmerfeld war recht gross. Ich schätze einmal auf 30 Startende. In anderen Jahren war auch schon nur 3 am Start. Jwan, Thöme und Burki oder so ähnlich.
Vorne ging die Post ab. Von unserer Reisegruppe liefen Christoph, der Favorit auf den Tagessieg, Jwan, die Nummer 2, Thöme und Burki. Während Christoph und Jwan sich in den vordersten Plätzen einreihten, belegte ich zu Beginn Rang 8 oder 9. Der Wind blies sehr heftig. Die Temperaturen waren gut.
Im ersten Aufstieg nach dem Dorf La Santa konnte ich 2 Läufer vor mir „fressen“. Da waren ca. 7 Kilometer absolviert. Hinter mir hockte mir ein junger Engländer im Nacken. Härtnäckiger Typ. In den steilsten Passagen des Laufes drückte er erstmals ein wenig aufs Tempo und trat erstmals aus dem Windschatten hervor. Im nächsten Flachstück übernahm ich wieder das Renndiktat. So vergingen Kilometer für Kilometer. Die Rennsituation schilderte unterdessen sich wie folgte: Christoph und Jwan vorne weg, dahinter mit Abstand ein Läufer im roten Trikot gefolgt, wieder mit etwas Abstand, ein Läufer in schwarz. Und dann? Frieden mit Engländer. Nach vorne ging nichts mehr. Wir beide liefen nicht gerade mit Köpfchen, liefen wir doch im Gegenwind nebeneinander. Nun war noch die „Grosse Lagune“ zu meistern. 3, 2, 1… und wir, der Engländer und ich, überquerten gemeinsam die Ziellinie. Beide verzichteten auf einen Endspurt. War mir auch recht so, obwohl… ich hätte ihn wohl überspurtet.
Mit der Zeit von 1:25h bin ich zufrieden. Die Strecke ist recht anspruchsvoll und der Wind machte das ganze Vorhaben nicht einfacher. Gewonnen wurde wie erwartet das Rennen von Christoph in knapp unter 1:17h vor Jwan in 1:18:45h. Sehr gute Zeiten! Thöme liefen ebenfalls eine sehr gute Zeit und Burki… na ja, er musste unterwegs noch „ein Geschäft“ erledigen und kam deshalb etwas später, aber immer noch in einer guten Zeit, ins Ziel. Der Veranstalter hatte unterwegs Photos geschossen. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen einige Bilder vom Lauf präsentieren kann. Übrigens findet ihr in der Rubrik Fotos noch mehr Bildmaterial vom Trainingslager.
Nach dem Rennen wartete ich auf meinen Zimmergenossen, damit wir zusammen frühstücken können. Er verzichte auf den Halbmarathon. Danach vereinbarte ich einen Massagetermin für morgen. Ich freue mich jetzt schon auf diese 50 Minuten.
Am Nachmittag ging ins Fitness-Center und strampelte auf dem Hometrainer 45 Minuten die Beine locker. Es tat mir sehr gut. Meine Beine fühlen sich gut an, aber natürlich nicht mehr so spritzig. Anschliessend lief ich mit den anderen Läufern, Jwan, Mäse und Christoph, auf einen noch höheren Vulkan in der Nähe des Clubs. Eine phantastische Aussicht! Leider hatte niemand einen Fotoapparat dabei. Im Aufstieg wurden wir jedoch fast weg geblasen. Der Wind stürmte wie am Morgen! Nachdem wir am Club ankamen, verabschiedete ich mich von den anderen Jungs und hänge nochmals ca. 7 Kilometer an. So kamen heute wieder knapp 40 Kilometer zusammen. Gut so! Weiter so!
Jetzt freue mich auf das Abendessen und danach werde ich wohl etwas früher zu Bett gehen als auch schon. Morgen steht wiederum ein happiges Programm auf der Tagesordnung. Wenn ihr wissen möchtet was, dann schaut doch morgen wieder rein.
3. März 2010
Ola! Die Nacht war… lassen wir das. Oder nein. Eine SMS weckte mich um 05:30 Uhr Ortszeit. Danach döste ich noch 2 Stunden weiter.
Heute ging das erste Training bereits um 08:30 Uhr los. Einige Singlathleten wollten am Nachmittag die Insel „erforschen“, weshalb heute nur ein Lauftraining auf dem Programm stand und zwar ein Longjogg über 2:30h. Ich kann euch leider nicht beschreiben, wo wir liefen, da mir die Ortskenntnisse fehlen.
Jwan, unser Guide, führte uns, heute waren nur ich und Christoph dabei, zuerst am Meer entlang und danach wieder Richtung Sod. Von Sod rannten wir den Halbmarathon in umgekehrter Richtung zurück zum Ausgangspunkt. Fast war das schon! Ich zweigte, kurz nach dem Dorf La Santa, rechts ab und hängte wiederum eine 45-minütige Zusatzschlaufe an. Ich konnte etwas mehr „arbeiten“ als die anderen, weil ich nicht auf den Ausflug mitging. Nach knapp 37 Kilometer war ich zurück in der Anlage. Kurz das verschwitzte Tenü wechseln und ab auf den Hometrainer. Laktat „vernichten“!
Anschliessend frühstückte ich mit meinem Zimmergenosse… Pasta mit Tomatensauce. Nach dem verdienten Essen gönnte ich mir ein Nickerchen. Schliesslich bin ich in den Ferien!
Nach der „Zimmerstunde“ ging es ins Fitness-Center, um einige Kräftigungsübungen zu machen, aber vor allem auch um zu strechen.
Vor dem Abendessen noch das Highlight des heutigen Tages… Massage! Das ist wie Musik in meinen Ohren bzw. Beinen. Obwohl meine Beine fühlen sich, den Umständen entsprechend, sehr gut an. Wenn ich das Trainingsprogramm so weiter durchziehen kann, werde ich sehr zufrieden sein mit diesem Trainingslager.
Beim Kochen des Abendessens rauchte es so heftig, dass mir die Rezeption anrief, weil der Feuermelder im Zimmer Alarm schlug. Ich konnte die Dame am Telefon jedoch beruhigen und die Feuerwehr musste nicht ausrücken. Das Poulet war etwas angebraten, aber schmeckte trotzdem lecker.
Gute Nacht und bis morgen.
4. März 2010
Ola! Heute Morgen zeigte sich das Wetter von der Sonnenseite. Sicherlich der schönste und windstillste Tag seit unserer Anreise. In der Schweiz, gemäss lokaler Quellen, schneit es und hier ist es sommerlich warm. Verrückt! Man muss sich hier gut mit Sonnencréme einstreichen ansonsten droht Sonnenbrand!
Wie gewöhnt, ging es um 09:00 Uhr „nüchtern“ auf die erste Laufeinheit. Für alle diejenige, die nicht wissen, was „nüchtern“ bedeutet eine kurze Erklärung. „Nüchtern“ heisst ohne Frühstück zu laufen. Etwas trinken sei erlaubt! Dieser Zustand trainiert die Fettverbrennung optimal. Mit vollem Magen ist es eh nicht gut zu laufen und um 06:00 Uhr aufstehen um zu frühstücken? Nein Danke.
Heute waren wieder alle Singlathleten am Start, d. h., Mäse, Jwan, Christoph und Burki. Burki wechselt zwischen dem Laufen und Rad hin und her. Meistens ist er morgens mit uns unterwegs und danach geht er noch eine Runde mit Velo. Wir liefen eine lockere Runde ins Landesinnere. Nach 78 Minuten war der Spuck vorbei. Auslaufen. Dehnen. Frühstücken!
Nach einer kurzen Pause ging ich schwimmen. Dies nur, weil Jwan und Christoph mitkamen. Meine Motivation für das Schwimmen hält sich mehrheitlich in Grenzen. Für die Beine ist jedoch schwimmen ideal. Man(n) hat danach wieder „lockere“ Beine.
Am späten Nachmittag ging es zur zweiten Laufeinheit. Ich lief wiederum vorher eine 60-minütige Runde solo. „Kilometer fressen“! Um 16:00 Uhr rannte ich den anderen sprich Mäse, Jwan und Christoph, hinterher. Nochmals standen 70 Minuten auf dem Programm. Anfänglich hatte ich etwas mühe. Meine Beine wollten sich „nicht öffnen“. Auf dem Rückweg gab ich auf den letzten Kilometern Gas und drückte vehement auf das Tempo. Keiner konnte mir folgen. Keiner wollte mir folgen! Die anderen sind eindeutig stärker als ich und schonten sich wohl für morgen. Mehr dazu später. Ich steigerte das Tempo kontinuierlich bis auf einen 3:30er-Schnitt. Dies tat sehr gut! Immerhin habe ich mit dem heutigen Tag 188 Kilometer in den Beinen. In 5,5 Tagen! In den letzten 4 Tagen waren es täglich immer über 36 Kilometer.
Ich fühle mich nun bereit für den Zürich Marathon vom 11. April 2010. Eine Zeit unter 2:30h wird nicht möglich sein. Vielleicht nie mehr. Aber unter 2:40h sollten drin sein, zumindest glaube ich, dass ich nun bereits bin, was die Ausdauer betrifft. Den Feinschliff muss ich mir noch zu Hause holen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit.
Das Schleifen beginnt bereits morgen. Vor dem Frühstück steht ein Bahntraining auf dem Programm. 4 x 2000m und 1 x 1000m inkl. Ein- und Auslaufen. Es wird wohl die härteste Einheit der Woche werden. Drum muss ich jetzt schlafen gehen, damit ich mich bestmöglich erholen kann. Gute Nacht!
5. März 2010
Ola! Meine Ferien neigen sich dem Ende zu. Nichtsdestotrotz wurde heute nochmals anständig trainiert.
Zum „Zmorgä“ gab es, wie gestern bereits angedroht, das Bahntraining. Ich lief mich lange warm, aber irgendwie wurden meine Beine nicht locker. Merkwürdig?! Um 10:00 Uhr war der Startschuss. Die anderen Laufcracks, Christoph, Mäse und Jwan, schlugen eine Pace an, welches ich schon gar nicht versuchte, anzugehen. Ich lief mein eigenes Rennen. Mein Ziel war die 2000er in 7 Minuten und den 1000er unter 3:30er-Schnitt zu laufen. Überraschenderweise gelang mir dies beinahe perfekt. 7:00, 7:00, 7:01 und 7:04 für die 2000 Meter und 3:21 für die abschliessenden 1000 Meter. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits über 200 Kilometer seit der Landung auf Lanzarote in den Beinen. Nicht schlechte Zeiten, oder? Die anderen liefen ca. 30 Sekunden schneller sprich 6:30 pro Einheit. Den 1000er liefen alle hervorragend. Christoph lief sogar eine 2:50! Und dieser Kerl fragt sich tatsächlich, ob er in Zürich unter 2:30 läuft. Witzbold! Mäse und Jwan rannten nur wenig langsamer. Für Jwan sieht es für Zürich ebenfalls gut aus die 2:30h erstmals zu knacken. Nach dem Intervalltraining und dem Auslaufen um die „Grosse Lagune“, immerhin 4,1 Kilometer lang, stieg ich noch für 15 Minuten auf den Hometrainer. Laktat abbauen.
Nach dem ersehntem Frühstück war Zeit zum ein wenig relaxen. Für den Nachmittag habe ich mir eine Route auf den „Grünen Berg“ geplant.
Die anderen Läufer hatten anderes vor, so begab ich mich alleine auf die Tour. Eine Laufeinheit just4fun. Für einmal wollte ich die Landschaft und die Umgebung geniessen ohne Zeit- und Leistungsstress. Auf den Weg nahm ich sogar für einmal den Fotoapparat mit.
Ich lief einfach immer Richtung Berg ohne die Wege zu kennen. Es ergaben sich immer wieder Verzweigungen… links oder rechts? Nach knapp über 1 Stunde war ich auf dem Gipfel des „Grünen Berges“ angelangt. Es war sehr stürmisch, weshalb ich nicht so lange oben blieb. Klick! Klick! Klick!
In alle Himmelsrichtungen schnell ein Schnappschuss machen und dann wieder runter bevor es mich definitiv wegbläst. Der Heimweg erwischte ich nicht mehr genau gleich, aber dass war ja egal.
Immer wieder machte ich einen Stopp um den Moment festzuhalten. Nach gut 2:15h war ich wieder im Club La Santa angekommen. Der Trip war wunderschön. Wie Berg genau heisst, weiss ich nicht. Er ist einfach grün im Gegensatz zu den anderen Vulkanbergen.
Wie schon erwähnt, ist morgen bereits wieder die Heimreise angesagt. Mit einem lachenden und einem weinendem Auge werde ich die Insel verlassen. Einerseits genoss ich sehr das Laufen in schöner Umgebung und warmen Temperaturen. Andererseits freue ich mich auch auf meine Liebsten, meine Kinder, meine Freundin, meine Eltern und meine Freunde. Des Weiteren habe ich langsam aber sicher eine Laufpause verdient. Aktueller Kilometerstand: 230!
Ob ich morgen nochmals die geplante 100-minütige Schlusseinheit laufe, kann ich noch nicht 100% sagen. Schau mr mal! Den letzten Bericht inklusiv Fazit werde ich erst zu Hause in der Schweiz schreiben und wird ca. Sonntagmorgen online sein. Jetzt geht es zum Nachtessen und den letzten Abend nochmals in der Ferne geniessen. Prost!
6. März 2010
Ola! Die Nacht war… schrecklich! Mein Körper reagiert auf die Strapazen der letzten Tage. Ich bin zu müde um zu schlafen. Irgendwann wurde es dann auch morgen. Jetzt hiess es die Sachen einpacken und sich für die allerletzte Laufeinheit parat zu machen.
Nach dem Auschecken gingen Mäse, Christoph, Burki und Jwan los. Das Ziel des Trainings war es 100 Minuten zu laufen, wobei die letzten 40 sehr zügig im 4:00er-Schnitt. Nach wenigen Minuten wurde mir klar, dass ich heute „keine Körner“ mehr in den „Töpfen“ hatte. Für galt es nochmals die Wärme aufzusaugen, den Wind zu spüren und die Gegend zu geniessen. Burki begleitete mich, während dessen die anderen das Programm durchzogen. Nach 96 Minuten oder knapp 18 Kilometer später war es geschafft. Ich bin nun froh, dass ich für einige Tage die Laufschuhe NICHT anziehen muss. Meine Beine sind doch arg lädiert. Diverse Muskelansätze schmerzen, Knie, Füsse und und und. So schlimm ist es nicht, aber auch der Kopf braucht nun ein Pause.
Jetzt heisst es warten. Warten auf den Bus, welcher uns zum Flughafen fährt. Danach warten bis das Flugzeug abhebt und schliesslich warten bis man wieder Schweizer Boden unter den Füssen hat.
Fazit
Ich bin dem Trainingslager mehr als zufrieden. Ich konnte mein Laufpensum voll durchziehen und sehr viele Kilometer abspülen. Total waren es 253km in 13 Laufeinheiten.


Dazu kamen noch 2 Einheiten im Krafttraum, 2 Schwimmeinheiten und eine auf dem Hometrainer. Ich fühle mich nun bereit für Zürich Marathon und bin zuversichtlich, dass ich ordentlich abschneiden werde.
Auch die anderen Teilnehmer sind allesamt zufrieden mit der Woche und konnten ihr vorhaben ebenfalls durchziehen. Der Frühling kann nun kommen. Wir sind bereit!
Auch das Klima war hervorragend. In KK (= oben kurz und unten kurz) zu laufen, macht einfach noch mehr Spass! Die Meeresluft, die vulkanische Umgebung und das vorzügliche Essen rundeten den positiven Gesamteindruck ab. Ich kann jedem den Club La Santa nur weiter empfehlen.
Das war's... ENDE!
Nachtrag
Bei der Auswertung der Garmin-Uhr fehlt noch ein Eintrag. Am 5. März nach dem Bahntraining rannten wir zwecks Auslaufen noch die "Grosse Lagune". Dies ergab nochmals 4,1 Kilometer, welche nicht protokolliert wurden. Ich hatte schlicht vergessen die Stoppuhr zu starten.
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Trainingslager Lanzarote vom 27. Feb. bis 6. März 2010


