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Startseite Trainingslager vom 12. - 20. Juni 2010 in Muragls/GR

Trainingslager vom 12. - 20. Juni 2010 in Muragls/GR

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20. Juni 2010

Der Blick aus dem Fenster heute Morgen kurz vor der Heimfahrt. Ohne Worte!

19. Juni 2010

Heute Morgen zeigt sich das Wetter von der freundlichen Seite. Sonne! Ausserdem sieht man erstmals die Gipfel der umliegenden Berge. Die Temperaturen sind trotzdem sehr kühl.

Für mich ist das Trainingslager zu Ende. Ich werde in den verbleibenden 2 Tagen noch etwas Ferien machen. Ich bin der Ansicht, dass mein Körper und Geist jetzt Erholung braucht. Meine Motivation ist auf einem Tiefpunkt angelangt, was ein klares Zeichen für eine Pause ist.

Das Trainingslager verlief nicht ganz wie geplant. Das Wetter liess nicht viel mehr zu. Trotzdem gehe ich mit einigen guten Trainingskilometer (170) nach Hause. Den zweiten Teil des K78’s werde ich versuchen in den kommenden Wochen nachzuholen.

Für ein nächstes Trainingslager im Engadin ist eines klar: Juni ist definitiv zu früh! Ende Juli oder August ist zu bevorzugen.

ENDE!!! Cool

18. Juni 2010

Allegra! Nach dem üblichen Ritual (ausführlich Morgenessen mit „Werner vom Berg“-Müesli) machte ich mich bald einmal auf den Weg nach Zernez. Die Zugfahrt dauerte rund 45 Minuten. Oh je! Beim Aussteigen erwischten mich bereits die ersten Regentropfen. Um 12:00 Uhr lief ich los. Der Trinkrucksack war gefüllt mit „Long Energy“ und Ersatzwäsche. Ich stellte mich auf eine lange Einheit vor, was es dann auch wurde.

Meine Tour: Zernez-S-Chanf-Zuoz-La Punt-Bever-Muottas Muragl-Muragls. 36km mit happigem Aufstieg nach Muottas Muragl am Schluss. Zu Beginn, bei Dauerregen, lief es gut. Ich rannte einen angenehmen Rhythmus. Die kleinen Aufstiege, Zernez liegt auf 1474m.ü.M., meisterte ich ohne Problemen und hatte bald einmal einige Dörfer (Cinous-Chel, S-Chanf) hinter mir. Die Temperaturen waren sehr frisch und der „eisige“ Malojawind blies mir allmählich Frontal entgegen. Brrrr! In Zuoz zog ich mir eine Jacke über. Kurze Zeit später, in La Punt, entledigte mich den nassen Kleidern und zog ein langes und trockenes Oberteil sowie langen Hosen an. Es wurde mir allmählich wieder etwas wärmer ums Herz. In Bever nahm ich den Abstecher Richtung Val Champagne bzw. Muottas Muragl. Diese Route auf das Berghotel lief ich noch nie und dazu wollte noch einige Höhenmeter „fressen“. Der Einstieg in den Anstieg kannte ich aus früheren Touren (Val Champagne, Fuorcla Val Champagne). Sehr hart! Ich beginn bald einmal zu marschieren. Meine Ars…, mein Gesäss, meine Beine waren wie blockiert. In der Kälte verpuffte ich wohl zu viele Körner! Hast du einmal begonnen zu gehen, dann wirst du es immer wieder tun. So war es dann auch. Ich marschierte den grössten Teil des Aufstiegs.

In der Zwischenzeit war ich bereits gut 3 Stunden unterwegs. Es wurde wieder kälter je mehr ich mich dem Gipfel näherte. Geschafft! Jetzt nur noch der Abstieg ins Tal und schon ward ich zurück in der Ferienwohnung.

Es folgten ein Saunabesuch und eine 50-minütige Massage bei Corina. Wer Corina kennt, weiss, dass dies nichts mit Streicheleinheiten zu tun hat. Und doch… sie macht einer der besten Sportmassagen.

17. Juni 2010

Die Nacht war schrecklich. Ich konnte lange Zeit nicht einschlafen und war extrem „chribbelig“ und unruhig. Irgendwann wurde es dann doch Morgen.

Die Temperaturen sind weiter gesunken. In den höheren Lagen, ca. 2500m.ü.M., hing dichter Nebel und dunkle Wolken, Regenwolken. Die entscheidende Frage: „Was trainiere ich heute?“

Ich lief schlussendlich die folgende Runde: Muragls-Muottas Muragl-Unterer Schafberg-Bergstation Languard-Pontresina-Muragls. Nach 17km oder knapp 2 Stunden war mein „Arbeitstag“ bereits zu Ende. Nach kurzem Einlaufen ging es zuerst hoch, zum Berghotel Muottas Muragl, meine Destination in den letzten 3 Jahren. Wie bereits erwähnt, wird dieses heuer umgebaut. Der Anstieg war sehr happig. In rund 4,5 Kilometer sind 800 Höhenmeter zu bewältigen. Da sucht man vergebens nach flächeren Passagen. Nach 42 Minuten war ich oben angelangt.

Oben fegte mir eine kühler Wind entgegen und die Wolken entleerten sich sprich es regnete. Ich zog mir ein Paar Handschuhe und eine Jacke an (Gefühlte Temperatur: 0-2 Grad) und lief weiter Richtung Fuorcla Muragl. In der Alp Muragl bog dann wieder Richtung Tal bevor ich ein weiterer Aufstieg zum Unterer Schafberg auf mich nahm. Der Höhenweg war sehr schön, aber weiterhin bitter kalt. Ich lief bis zur Bergstation Languard und dann zurück nach Muragls via Pontresina. Für heute hatte ich genug! „Zuhause“ angekommen, musste ich mich zuerst aufwärmen. Ein warmes Bad belebte meine kalten Glieder wieder. Ich hoffe, dass das Wetter wird in kommenden Tagen wieder etwas besser.

16. Juni 2010

Ruhetag! Lächelnd Hier einige Impressionen.

15. Juni 2010

Die Motivation war heute Morgen auf dem Null-Punkt. Regen. Regen. Regen. Dazu hing in den Bergen viel Nebel und die Temperaturen waren spürbar gesunken. Die vergangen Trainingstage gingen auch nicht spurlos an mir vorbei. Eine gewisse Müdigkeit sass mir in den Knochen respektive Muskeln. Vor dem Ruhetag wollte ich jedoch keine Blösse geben.

Ich habe mir lange überlegt, welche Tour ich heute laufen soll. Ich entschied mich für eine Premiere, die Fuorcla Surlej auf 2755m.ü.M.. Die genaue Route: Muragls-Pontresina-Roseg-Fuorcla Surlej-Hahnensee-Muttos da Schlaringna-Pontresina-Muragls. Das Val Roseg lief ich schon mehrmals ab. Eine wunderschöne Strecke! Nach dem 45-minütigen „Einlaufen“ und etwas über 200 Höhenmeter ging es in Roseg dann richtig los. Bis zur Fuorcla Surlej waren nun knapp 800 Höhenmeter zu überwinden. Ich lief meinen Rhythmus. Mit zu nehmender Höhe verdichte sich der Nebel immer mehr und das Thermometer sank weiter. Der Regen bzw. Nieselregen störte mich nicht. Gegen Ende des Gipfels wurden die Schneefelder immer grösser und die Wanderwegmarkierung waren nicht mehr zu erkennen. Eine zeitlang irrte ich herum. Die Sichtweite war unter 50 Meter gesunken. Mit etwas Glück fand ich das Bergrestaurant, welches jedoch nicht offen hatte. Ich hatte eine heikle, wenn nicht gefährliche Situation zu überstehen.

Hier oben war keine Menschenseele anzutreffen. Ich wechselte die Kleider und begab mich bald einmal wieder ins Tal Richtung Sils/St.Moritz, also die andere Seite hinunter. In diese Höhe liegt noch sehr viel Schnee. Immer wieder sank ich bis zur Hüfte in den Schnee. Die Füsse waren natürlich längst „pflotschnass“. Ich kämpfte mich Schritt für Schritt weiter. Ich suchte immer wieder die Weiss-Rot-Weiss-Markierungen. Im Nebel war dies nicht ganz einfach. Bald einmal hatte ich die Schneefelder hinter mir. Ich rannte am Hahnensee vorbei, bevor ich noch unplanmässig einen „Dessert“ einschaltete. Der Name: Muottas da Schlarigna. Es waren nur etwa 250 Höhenmeter zu bewältigen, aber sie kamen mir wie 1000 vor. Ich war nun immerhin schon über 3 Stunden unterwegs. Ich lief und lief und lief und dann erreichte ich doch noch Pontresina. Von hier war dann nur noch einen Katzensprung zur Chesa Cambrena.

Bei schönem Wetter wäre die Tour noch viel schöner, aber es hat mir auch so Spass gemacht. Am Schluss wurde es hart und doch… ich habe mich langsam an die Strapazen (Höhe, Höhenmeter und Rucksack) gewöhnt. Zwinkernd

Mit einer verdienten Massage liess ich den Tag ausklingeln. Morgen ist Ruhetag! Wir, Petra und ich, werden unsere Vermieter, Renske und Werner, in der Alp Flix besuchen, den Fussballmatch Schweiz-Spanien schauen und den restlichen Tag geniessen. Hopp Schwiiz!!!

14.Juni 2010

Am Morgen wiederholten sich die Ereignisse. Hmm! Das Müesli genoss ich wiederum sehr. Lächelnd

Nach einer kurzen Verdauungszeit ging es los. Heute stand der erste Teil des Swiss Alpine K78 auf dem Trainingsprogramm sprich Davos nach Bergün. Ich möchte am 31. Juli erstmals den bekannten Ultra-Bergmarathon absolvieren. Zu diesem Zweck wollte ich vorgängig die Strecke inspizieren. Mittels Auto ging es nach Bergün, danach weiter mit dem Zug über Filisur nach Davos Platz.

Beim Sportzentrum, wo in 46 Tage um 08:00 Uhr der Startschuss fällt, trottete ich los. Davos Platz-Davos Dorf-Davos Platz-Spina-Monstein-Station Monstein-Station Wiesen-Filisur-Bellaluna-Bergün. 38km und über 3 Stunden später erreichte ich das Auto. Für heute hatte ich definitiv genug! Verlegen Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen jetzt noch die Kleinigkeit von Keschhütte und Scalettapass zu meistern. Der Abstiege von Monstein nach Station Monstein, danach das Landwassertal und nach Filisur setzt meiner Beinmuskulatur sehr zu. Des Weiteren war meine Bekleidung nicht optimal gewählt sprich eindeutig zu warm angezogen. Das Wetter ist heuer sehr unberechenbar. Die Prognosen waren eher schlechter als es tatsächlich dann war. In Davos regnete es noch, aber danach schien die Sonne. Im Landwassertal war es dann wieder eher kühl, weil teils schattig und wegen den Tunnels. Trotzdem bin ich mit dem Training zufrieden. Ich konnte mir die Strecke gut einprägen und Ende Juli kann mich nichts mehr überraschen. Den zweiten Teil des K78 werde ich noch diese Woche ablaufen.

Auf der Heimfahrt geschah mir noch ein Missgeschick… Brüllend

13. Juni 2010

Die erste Nacht ward hinter mir. Es ist 08:30 Uhr und das Tageslicht schimmerte durch die Gardinen.

Auf das bevorstehende Frühstück freute ich mich sehr. Bei der Ankunft in der Ferienwohnung war im Kühlschrank eine grosse Überraschung: Das Müesli vom „Werner vom Berg“, welches ich in den letzten Jahren im Berghotel Muottas Muragl so lieben gelernt hatte. Lächelnd Es war ein Genuss! Martin weiss von was ich spreche. Zwinkernd

Als „Einstiegsrunde“ stand heute die Runde Maloja retour auf dem Plan. Zum Startpunkt nahm ich den Bus. Die Reise dauerte ca. 50 Minuten. Das Wetter zeigte sich wechselhaft. Unterwegs im Bus regnete es zwischenzeitlich, aber in Maloja war es trocken.

Ich lief lang-lang. Des Weiteren hatte ich das erste Mal einen Trinkrucksack aufgeschnallt. Für die kommenden langen Touren sicherlich von Vorteil. Der „Bidon“ hat 2 Liter Fassungsvermögen und dazu kann man Ersatzwäsche und andere wichtige Dinge wie iPhone usw. mitnehmen. Das Teil, den Salomon XT Wings 5, hatte ich übrigens online in den USA bestellt. Ich versuchte es in der Schweiz, aber nirgends war er lieferbar.

Maloja-Sils-Surlej-St.Moritz Bad-Stazer Alp-Pontresina-Muragls. 24km später war ich wieder „Zuhause“. Die Höhe spürte ich merklich. Oder war es der Wettkampf tags zuvor? Oder war es der Trinkrucksack, welcher ca. 3-4kg schwer am Rücken hing (zumindest am Start)?

Zum Abschluss des Tages gönnte ich mir einen Saunabesuch und eine 25-minütige Massage. Massiert wurde ich, der Zufall wollte es so, von Nadja, welche mit Martin in Nelson (Neuseeland) eine Sprachschule besuchte. Die Welt ist manchmal so klein. Martin hatte mich jedoch zuvor schon informiert, weshalb die Überraschung nicht so gross war.

12. Juni 2010

Es ist 15:45 Uhr. Endlich bin ich wieder „Zuhause“. Ich bin zurück im Engadin. Cool Es folgt ein 8-tägiges Trainingslager an einem schönsten Ort der Welt. Für Läufer und „Gümmeler“ ist es hier oben einfach perfekt. Es ist bereits mein viertes Jahr in Folge. Heuer werde ich die Tage leider ohne Martin dafür mit Petra verbringen. Zwinkernd

Leider ist dieses Jahr das Berghotel Muottas Muragl wegen Umbauten den ganzen Sommer durch geschlossen. So musste ich einen geeigneten Ersatz suchen und habe eine sehr gute Lösung gefunden. Das Chesa Cambrena in Muragls, welches unsere Freunde, Renske und „Werner vom Berg“, vermieteten haben.

Der Tag begann jedoch in aller Herrgottsfrühe. Tagwach war bereits um 06:00 Uhr, denn die Anreise führte mich zuerst nach Bendern/FL. „Im Vorbeigehen“ stand noch ein „Wettkampf“ auf dem Programm: LGT Halbmarathon plus. Um 09:00 Uhr war der Start. Das Ziel des Laufes war eine Endzeit von 2:05 - 2:15h und sich nicht voll verausgaben. Dies gelang mir sehr! Auf den ersten 10 flachen Kilometer von Berndern nach Vaduz musste ich mich zusammen reissen, dass ich nicht schneller lief. Im Aufstieg von Vaduz über Triesenberg zum höchsten Punkt auf den Stämaberg lief ich dann einen guten Rhythmus ohne an die Grenzen gehen zu müssen bzw. zu wollen. Zwischenzeitlich war es trotzdem hart und die Beine säuerten etwas. Ohne Anstrengung geht es einfach nicht. Dem folgenden 4 Kilometer langen Abstieg nach Steg ins Ziel nahm ich es ebenfalls gemütlich. Was bringen mir im Trainingslager kaputte Beine? Mein Endzeit 2:09 und somit mein Soll erfüllt.

Die Reise ging danach sofort weiter Richtung St. Moritz. In Landquart verliess Petra das Auto und fuhr den Rest nach Muragls mit dem Rennrad (110 Kilometer via Julierpass).

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 20. Juni 2010 um 15:18 Uhr  

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