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14. Winterthur Marathon vom 6. Mai 2012

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Eine gewisse Unsicherheit und Nervosität machte sich vor dem Start breit. Die letzten 2 Wettkämpfe musste ich wegen Wadenprobleme respektive Grippe ausfallen lassen. Erst ein einziger Ernstkampf hatte ich in diesem Jahr auf dem Konto, den Bremgarter Reusslauf Ende Februar. Dies war also schon eine Weile her. Des Weiteren fühlten sich meine Beine schwer und müde an. Noch immer sass mir der Double-Longjogg, gelaufen vor 7 Tagen, oder die 1.Mai-Velotour, gefahren vor 5 Tagen, in den Knochen. Vermutlich beides. Trotzdem wollte ich heute beim Heimrennen, am Winterthur Halbmarathon, eine gute Leistung zeigen und von Anfang aggressiv laufen sprich mit Risiko. Ich wollte wissen, wie es um meine Form steht.

Der Wettergott meinte es gut mit uns Halbmarathoni’s. Kein Regenschauer über die ganze Distanz, was vor allem für mich als Brillenträger enorm wichtig war! Das Feld war mit über 1’000 TeilnehmerInnen anständig gross. Trotzdem, oder gerade deshalb, konnte ich vorgängig keine Lauf-Cracks ausmachen, ausser einem Äthiopier namens Negussie Bekele.

Nach dem Startschuss um 09:30 Uhr übernahm dieser gleich das Tempodiktat. Ein weiterer Afrikaner, Micheal Flückiger, ich und die grosse Masse folgten ihm. Bereits nach dem 1. Kilometer konnte sich der Führende leicht absetzen. Ich hatte mich an der 3. Stelle positioniert, dicht hinter Michael. Etwa einem Kilometer später konnte ich dessen Fersen nicht mehr halten. Eine kleine Lücke klaffte auf. Das „Loch“ wurde kontinuierlich etwas grösser, aber ich blieb auf Sichtkontakt. Auf langen Geraden konnte ich sogar den Führenden mit dem Begleitvelo sichten.

Nach 10 Kilometer oder 34 Minuten unverändertes Bild. An der Spitze der Afrikaner, gefolgt von Michael. Mein Rückstand war stabil. Etwa 100-150 Meter betrug der Rückstand zum Zweitplatzierten, nochmals soviel zum Führenden. Längst war es mühsam geworden. Wir mussten viele Marathoni’s überholen, welche bereits 30 Minuten vor uns gestartet waren. Einmal ganz rechts, dann links oder auch einmal durch die Mitte vorbei. Das stetige Wechseln der Spur kostete Kraft.

Um Kilometer 16, bei Sennhof, stand das Dessert auf dem Programm, die Steigung auf den Seemer Buck. Kurz, aber dennoch hart. Auf den letzten 5 Kilometer konnte man dann nach Hause rollen. Mir lief es immer besser. Ich bemerkte, dass der Rückstand zu den Vorderen zu schmelzen begann, was mich natürlich zusätzlich motivierte. Ich versuchte nochmals Tempo zu machen, doch es war zu spät. Ich konnte mich noch bis auf wenige Sekunden an die Spitze heran kämpfen.

Schade! Schade? Nein, keines Falls! Ich war mit dem Wettkampf sehr zufrieden. Lächelnd 3. Gesamtrang und 1. Kategorienrang (darum 2 Medaillen). Ich erreichte meine zweitbeste Zeit über die Halbmarathondistanz und dies mit schweren Beinen. Ein grosses Dankeschön möchte ich meiner Freundin aussprechen. Erst ihre Massagen am Samstagabend und Sonntagmorgen machten mich überhaupt "lauffähig". Herzlichen Dank!

Ein Missgeschick passierte mir nach dem Zieleinlauf. Als ich locker joggend zum Getränkestand wollte, übersah ich ein Trottoirrand und stoperte. Ein offenes Knie und eine schmerzhafte Hüftprellung war das Ergebnis. Brüllend

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 08. Mai 2012 um 05:50 Uhr
 

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